Wärmeabgabesysteme

Wassergeführte Übertragungssysteme wie Flächenheizsysteme, Radiatoren oder Konvektoren übernehmen die Deckung der Heizlast in den einzelnen Räumen. Zuluft als Wärmeträgermedium kommt beispielsweise bei kontrollierten Wohnraumlüftungsanlagen zum Einsatz.

Konventionelle Systeme übertragen die Heizwärme mittels Strahlung oder Konvektion, der jeweilige Einsatz ist abhängig von der Art des Wärmeerzeugers, den baulichen Gegebenheiten, der Raumnutzung und wird weiters von den Bedürfnissen und Anforderungen der Nutzer bestimmt.

Strahlungswärme gibt die Energie direkt auf die im Raum befindlichen Körper ab, bei der Konvektion wird die Luft erwärmt. Strahlungswärme wird nicht nur als angenehm, sondern bei gleicher Raumtemperatur auch als wärmer empfunden als die Konvektionswärme.


Flächenheizsysteme

Flächenheizsysteme gibt es in Ausführungen für Fußboden, Wand und Decke, sie gehören zur Gruppe der Niedertemperaturheizsysteme mit Vorlauftemperaturen < 45°C. (Durchschnittliches VL/RL-Verhältnis von 35/25, von Vorteil bei der Nutzung von Solarenergie und Erdwärme)

Die Wärmeabgabe erfolgt bei Flächenheizsystemen überwiegen über Wärmestrahlung, je nach baulicher Ausführung zeigen sich Flächenheizsysteme mehr oder weniger träge in der Steuerung. Leichtbauweise garantiert eine reaktionsschnelle Wandheizung, Absenkzeiten mit Zeitverzögerungen von bis zu 4 Stunden sind bei massiven Aufbauten möglich.

+/- behagliches Raumklima aufgrund des hohen Strahlungsanteils, gesteigerter Wohnkomfort durch großen Heizflächen mit niedriger Oberflächentemperaturen, niedrige Vorlauftemperaturen, weniger Luft und Staubbewegungen, Energiesparvariante, in Verbindung mit einer reversiblen Wärmepumpe auch für die Raumkühlung geeignet,
Wandheizungen frei von Verbauten und großen Möbel halten, träges System, höherer Aufwand bei Neuinstallation in Zuge von Sanierungsarbeiten – nur mit gleichzeitiger Fußbodenerneuerung realisierbar;


Radiatoren

Die Raumerwärmung durch Guss- und Stahlradiatoren, Plattenheizkörper, Heizleisten sowie Sonderbauformen wie beispielsweise Badheizkörper erfolgt durch eine Kombination von Wärmestrahlung und Konvektion. Die Verteilung ist je nach Typ und Ausführung verschieden.

Konventionelle Systeme haben ein Durchschnittliches VL/RL-Verhältnis von 70/55, der Anteil der Konvektionswärme ist hierbei höher als jener der Strahlungswärme. Hohen Strahlungsanteil erhält man mit einreihigen Flachheizkörpern und großen Oberflächen. Auf Niedertemperatur dimensionierte Plattenheizkörper können somit ein VL/RL Verhältnis von 45/35 erreichen.Bei Plattenheizkörper bzw. Flachheizkörper gibt die Vorderseite des Radiators Wärme in Form von Strahlungswärme ab, an der Rückseite erfolgt die Erwärmung über Konvektion.

Fußleistenheizung stellen eine Sonderform der Radiatoren Heizung dar, diese werden im Sockelbereich der Innenseiten von Außenwänden situiert. An der kalten Außenwand entsteht ein Warmluftschleier der ähnlich wirkt wie eine Wandheizung. 

+/- rasche Regelung, kurze Aufheizphasen, einfacher Tausch bei Sanierungsarbeiten, höhere Vorlauftemperaturen, höherer Verbrauch;


Konvektoren

Bei Konvektoren wird die Wärme an die vorbeiströmende Luft abgegeben. Die Wärmeübertragung erfolgt hauptsächlich über Konvektion (ca. 95%).

Die Luft wird zwischen den Konvektorwänden erwärmt, steigt zur Decke, wandert zur anderen Seite und sinkt dort abgekühlt wieder herab.  Dieser Kreislauf führt zu einer erhöhten Luftbewegung und der damit verbundenen Staubaufwirbelung.

 

 

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